Mit Hund in Kroatien – Urlaub 2017

Zugegeben, mein Blog wurde in letzter Zeit leider echt vernachlässigt. Der letzte Beitrag ist gefühlt schon eine Ewigkeit her, Amon schon wieder ein ganzes Stück größer und es gibt definitiv einiges zu erzählen. Unter anderem unser erster Urlaub mit Hund. (mehr …)

Hundeerziehung ist einfach aber alles andere als simpel“. Dieses Zitat aus dem Buch „Hoffnung auf Freundschaft“ von Inez Meyer und Michael Grewe habe ich mir zu Herzen genommen. Es stimmt! Hundeerziehung ist einfach – wir machen sie nur kompliziert. Wer jetzt denkt Amon kommt wie der Blitz angeschossen wenn ich einmal rufe, täuscht sich ganz gewaltig! Ich war durchaus schon einige Mal am Ende meiner Geduld, Nerven und Kräfte und komme bis heute immer wieder an meine Grenzen. Hundeerziehung ist nämlich vermutlich fast schon zu einfach – man muss eben nur begreifen wie und um was es geht. Leider ist das ganze auch im Bezug auf die Hundeerziehung leichter gesagt als getan…

Hundeerziehung ist einfach…

Ich habe unzählige Bücher gelesen – bereits bevor Amon bei mir war und mich mit allen möglichen Trainingsmethoden beschäftigt, nur um jetzt festzustellen, dass sich da in der Zwischenzeit ein ganz schönes Chaos angesammelt hat. Der eine sagt Dieses, der andere Jenes… Hätte ich mir das ganze Zeug umgangssprachlich mal lieber nicht reingezogen – dann könnte ich das einfache „Sitz“ jetzt nicht so kompliziert überdenken, würde eher richtig handeln und mein Hund – und vor allem ich – wäre nicht so durcheinander von dem ganzen Wirrwarr…

Mittlerweile ist die gute alte Hundeerziehung – wie allseits bekannt sein dürfte – nicht mehr einfach nur Hundeerziehung, sondern schon ein richtig großer Hype – jeder hat die beste und tierliebste Methode und nicht zu vergessen: eine Methode ist komplizierter und leider oft auch dümmer als die andere. Nur eines haben die verschiedenen Trainingsrichtungen gemeinsam: alle sind sie für den Laien absolut gut und einleuchtend erklärt.

Besonders bekannt ist unter Hundehaltern momentan die Klicker und Leckerli – Erziehung. Ich rufe, Hund kommt, klick, Leckerli. Eigentlich ganz einfach, für mich persönlich aber unpassend.

Leckerlies gehen mir nämlich kurz gesagt gegen den Strich.

Man stelle sich vor meine Mama hätte meinen größten Lieblingsschokoriegelvorrat in der Jackentasche: „Vanessa bringst du den Müll nach draussen?“ Ich komme zurück: Schokoriegel. „Deckst du den Tisch?“ – wird von mir erledigt: Schokoriegel. Ich habe gelernt sitzen zu bleiben wenn die anderen noch essen. Also bleibe ich sitzen: Schokoriegel. Ich komme mit zum Auto und steige auf die Aufforderung hin ein: Schokoriegel…

Am Ende des Tages wäre ich garantiert nicht nur dick, sondern auch unglücklich… Nein sagen kann ich zu den Schokoriegeln aber auch nicht – dafür schmecken sie mir einfach zu gut. Aber andauernd am essen und immer am verdauen ist auch nicht das gelbe vom Ei. Zumal ich mir tatsächlich auch immer öfter überlegen würde ob ich die gewünschte Dienstleistung für einen Schokoriegel tatsächlich ausführen soll oder nicht lieber doch meines eigenen Weges gehe und vermeintlich wichtigeres erledige. Was wäre, wenn die Schokoriegel alle aufgegessen sind und leider noch nicht für Nachschub gesorgt werden konnte, brauchen wir uns denke ich nicht lange ausmalen – ich würde mir vermutlich seeeeehr gut überlegen, warum und vor allem für was ich die Aufgabe denn jetzt eigentlich noch erledigen soll…

Für mich ist das mit den Leckerlies ganz einfach erklärt: ich mache einen Deal. Der Hund erledigt eine Aufgabe und bekommt dafür seine „Auszahlung“. Ganz nach dem Motto „ich will, dass du…. und dafür gebe ich dir….“

Ich persönlich habe mich aber schon bevor Amon bei mir eingezogen ist, für die Erziehung ohne Leckerli entschieden. Ich möchte Amon Sicherheit geben – genau so wie meine Mama mir Sicherheit gegeben hat und immer noch gibt.

Mein Ziel ist nämlich eine intakte Beziehung zu Amon und kein Arbeitsvertrag.

Der ein oder andere wird jetzt vermutlich schon völlig entsetzt über meine Einstellung den Kopf schütteln und darf an dieser Stelle gerne aufhören weiterzulesen 😉

Für alle anderen möchte ich an dieser Stelle kurz klar stellen, das ich „Leckerli-Erzieher“ weder verurteile noch für verrückt halte. Für mich selbst passt dieser Erziehungsstil schlicht und einfach nicht.

Als Hundemama – die ihrem Welpen bis heute nicht ein einziges Mal ein Leckerli zugesteckt hat – hat man es unter vermeintlichen „Hundefreunden“ tatsächlich nicht immer leicht. Der arme Hund…denken sich da viele. Und ich frage mich oft warum. Ich lerne täglich neues im Bezug auf die Hundeerziehung und vielleicht kann ich auch im Bezug auf die Leckerlierziehung noch einiges lernen. Bis jetzt konnte ich mich aber absolut nicht damit anfreunden und mein Gefühl sagt mir, dass das in Zukunft auch nicht der Fall sein wird – auch wenn der Weg ohne Leberwurst und co. definitiv nicht der einfachere ist!

Ich habe mir diesbezüglich ganz einfach die Frage gestellt, worin der Sinn besteht, als Rudelführer auf ein Leckerli angewiesen zu sein und somit tagtäglich zu zeigen, dass man ohne die Leberwurst leider nicht ausreichend Autorität und Vertrauen gegenüber dem Hund aufbauen konnte, damit dieser zu einem kommt wenn man ruft, keine Mitmenschen über den Haufen rennt, brav am entgegenkommenden Rüden vorbei läuft und nicht einfach so – unaufgefordert – die Straße überquert? Was macht man, wenn man die Leckerlis vergessen hat und warum kommt der Hund eigentlich wenn ich ihn rufe? Wegen der Salami oder wegen mir und meiner Aufforderung zu mir zu kommen?

Bitte versteht mich nicht falsch – jeder darf erziehen wie er will und braucht natürlich weder (m)eine Erlaubnis, noch muss er seine Erziehungsmethode irgendwie rechtfertigen.

Für mich persönlich ist die Leckerlieerziehung – auch wenn sie so einfach ist – schlicht und ergreifend die falsche Herangehensweise an die Hundeerziehung – auch wenn ich mit meiner Einstellung und dem Ziel der leckerlifreien Hundeerziehung oft an meine Grenzen gestoßen bin und bis heute immer wieder stoße.

Aber wie bereits gesagt: mittlerweile ist die Hundeerziehung auf so viele Facetten ausgeweitet, dass eigentlich jeder eine passende Methode finden sollte – ob eine glückliche Beziehung und ein „alltagstauglicher“ Hund folgt, sei dahin gestellt…

Leider sehen das nicht alle so – ich wurde jetzt doch schon einige Male schräg angeschaut – weil ich scheinbar die „falsche Erziehungsmethode“ praktiziere. Die Hundeerziehung ist jetzt bereits so groß im Rennen, dass sogar Nichthundehalter am Nebentisch im Restaurant beurteilen können, dass ich Amon absolut falsch erziehe. Die Chance, dass sich am Nebentisch Mitmenschen befinden, die mit mir in Sachen Hundeerziehung auf gleicher Wellenlänge sind und dazu keine besserwisserischen Tipps von sich geben ist bei der Hundeerziehungsmethodenauswahl logischerweise äußerst gering. Natürlich verlange ich nicht, dass mein Erziehungsstil vom Hundehalter am Nebentisch für absolut toll erklärt wird. Im Gegenzug lasse ich ihn aber auch gerne munter weiter seine Leckerlies unter den Tisch werfen – ohne Komentar.

Was ich damit sagen will: ein bisschen mehr Toleranz würde im Bezug auf die „beste(n)“ Trainingsmethode(n) meiner Meinung nach definitiv nicht schaden. Wer mit den Taschen voller Leckerlies glücklich ist: bitteschön 🙂

Wen man mich heute mehr oder weniger (!) freundlich auf das Zurechtweisen meines Hundes anspricht – ganz nach dem Motto Wölfe machen das auch nicht so (somit definitiv nicht artgerecht!!!) und Hundeerziehung ohne Leckerli geht ja mal gar nicht– ABSOLUTE TIERQUÄLEREI. Antworte ich ohne lange Überlegungen:

Schonmal einen Wolf gesehen, der mit Leckerlies um sich wirft und klickert?“.

Die Erziehung ohne Wurststückchen scheint manch einem tatsächlich Angst einzujagen und völlig artfremd zu sein. Ich persönlich muss an dieser Stelle allerdings zugeben, dass ich tatsächlich weder Wölfe noch sonst irgendwelche Tiere beobachten konnte, die mit Nahrungsstücken um sich werfen um den Respekt ihrer Artgenossen zu erkaufen.

Versuche ich mich an dieser Stelle in den Hund hineinzuversetzten, kommt mir die Erziehung mit der Leberwursttube nahezu suspekt vor, und ich frage mich wer eigentlich auf die Idee gekommen ist, einen Deal – ganz nach dem bereits oben genannten Motto „du machst… und bekommst dafür…“ Erziehung zu nennen.


Schonmal einen Wolf gesehen…?

Am Ende frage ich mich dann immer, wieviele Hundehalter und vor allem wieviele Hundetrainer denn tatsächlich schon das Glück hatten, freilebende Wölfe zu beobachten und wer demnach wirklich beurteilen kann, was für unsere Hunde artgerecht ist.

Vanessa Julia mit Amon

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Der ganz normale Wahnsinn hat uns mal wieder eingeholt. Draußen scheint endlich die Sonne und ich sitze drinnen vor meinem Schreibtisch, sollte dringend den vor mir liegenden Stapel Papierkram abarbeiten und denke stattdessen über das Leben nach. Nachher bin ich gleich weit wie vorher. Manchmal brauche ich den ganzen Alltagsstress um auf die Sprünge zu kommen. (mehr …)

Um eines schon einmal vorwegzunehmen. Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich mich hin und wieder auf etwas dünneres Eis begebe. Vielleicht (oder auch nicht) auch mit diesem Blogbeitrag. Tatsächlich möchte ich mit meinen Beiträgen keinesfalls Persönlichkeiten oder deren Handhabung und Meinung zum entsprechenden Thema kritisieren. Ich spreche lediglich von meiner Meinung und lasse mich gerne eines besseren belehren!

Vielleicht gelingt es mir ja, den ein oder anderen Denkanstoß zu geben und den Blickwinkel für einen Moment (oder für immer?) zu verändern.

Das ganze klingt vermutlich dramatischer als es tatsächlich ist ; )

Legen wir doch einfach los:

Kennst Du das auch? Du und Dein Hund in der Stadt – oder nur vor dem Haus – den Hund lässt Du kurz absitzen, damit Du den Briefkasten öffnen und die frankierten Briefe einwerfen kannst. Tja und kaum hast Du eine Sekunde weggeschaut kleben auch schon die ersten fremden Hände an Deinem Hund… (mehr …)

Hunde sind Nasentiere – sogenannte Makrosmaten. Der Geruchssinn ist für den Hund mit Abstand das wichtigste Sinnesorgan. Mit der Nase scannen Hunde nicht nur ihre Umgebung, die Lebewesen in ihrer Nähe und nehmen Gefahren wie z. B. Feuer wahr, sondern können mit ihr sogar Krankheiten erschnüffeln. (mehr …)

Das Hunde echte Intelligenzbolzen sind muss ich wohl nicht zweimal sagen. Die Hundeintelligenz lässt sich aber nicht nach dem menschlichen Maßstab messen und kann daher nur schwer erfasst, erforscht und konkretisiert werden. Die Definition von Intelligenz unterscheidet sich zwischen Mensch und Hund vermutlich einfach zu stark. Hinzu kommt, dass sich die Berechnung eines Intelligenzquotienten beim Hund viel schwieriger ist, als dies bei uns Menschen der Fall ist. Trotzdem bleibt die Intelligenz unserer Vierbeiner natürlich keinesfalls unbemerkt, wie ich sicher nicht als einzige täglich feststelle und wie folgende zusammengefasste Fakten zum Thema Hundeintelligenz beweisen: (mehr …)

Amon und ich sind ein unschlagbares Team. Wäre es notwendig könnten wir beide gegen den Rest der Welt antreten. Was wir gemeinsam haben? Wir sind beide „brünett“, beide in der kälteren Jahreszeit geboren, frieren schnell und wohnen im selben Haus. Ungefähr hier hören unsere Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder auf. Amon ist unglaublich frech – ich war immer die brave. Amon ist super sportlich – ich kann mich oft einfach nicht motivieren. Amon liebt getrockneten Pansen – ich habe ein Vegetarierherz. Ich behaupte deshalb wir ergänzen uns prima, denn zusammen sind wir unschlagbar – ganz nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“. Um uns ein bisschen besser kennenzulernen kommen hier unsere kurz zusammengefassten „Persönlichkeitsfakten“. (mehr …)


Unsere Welt ist sicher verrückter als so manchem lieb ist. Etwas speziell – aber einzigartig. Ich will damit nicht sagen, dass wir total abgefahren sind – bei uns läuft nur einfach oft vieles nicht direkt nach Plan und kommt wie bei so vielem einfach anders als wir uns das vorgestellt hatten.

Mit „uns“ meine ich Amon – mein Rhodesian Ridgeback Welpe – und mich. Wir machen unsere Welt eben wie sie uns gefällt und leben nach dem Motto „klappt Plan A nicht, klappt Plan B – und funktioniert wie so oft auch Plan B nicht wie wir uns das vorgestellt hatten, lassen wir uns eben etwas anderes einfallen“.

Klappt Plan A nicht, klappt Plan B und klappt Plan B nicht wird sich schon etwas ergeben.

In dieser Beitragsserie möchte ich uns etwas genauer vorstellen. Hier schon einmal ein kleiner Vorblick:

Im ersten Teil stelle ich Dir unser „frisch gebackenes“ Unternehmen mit dem Namen „BruderWolf“ vor. Im zweiten Teil folgt dann eine kleine Vorstellungsrunde von Amon und mir. (mehr …)

Vor mehr als einem Jahrhundert wurde der letzte freilebende Wolf in Deutschland erschossen. Jetzt ist der wilde Bruder unserer Haushunde endlich wieder da.

Nach rund 150 Jahren gelang es dem ersten Wolfspaar (aus Polen) im Jahr 2000 einen Wurf Wolfswelpen in der Oberlausitz großzuziehen. Heute hört man z.B. durch Medien immer öfter von der Rückkehr der Wölfe.

Während der eine jedoch große Begeisterung für den Wiedereinzug der Wölfe empfindet, blickt der andere mit sorgenvollem Gesichtsausdruck auf die Rückkehr und zukünftige Anwesenheit der Raubtiere im heimischen Wald. Als zähnefletschender Bösewicht ist der Wolf schließlich seit langem nicht nur aus Märchen und Geschichten, sondern auch aus Zeitungen und Filmen bei Jung und Alt bekannt. (mehr …)