Himmel, wie die Zeit vergeht!

Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt ist Amon schon ganze 7 Monate alt. Eigentlich sollte dieser Beitrag pünktlich zum „Halbjährigen“ auf diesem Blog erscheinen. Aber wo wir schon mal beim Thema sind: die Zeit verging einfach so schnell… wie immer viel zu tun – derzeit sogar besonders viel… die Stunden rennen, die Tage gehen und man kommt zu nix. Aber es gibt uns noch und jetzt habe ich es sogar geschafft unseren ersten Rückblick zu verfassen 🙂

Am 12.10. 2016 kam Amon auf die Welt und auf genau diesen Tag habe ich Jahre lang gewartet. Bei der Nachricht war ich fassungslos, auch wenn ich Amon zu diesem Zeitpunkt natürlich weder kannte, noch ausgesucht oder besuchte hatte. Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde den genannten Tag nocheinmal erleben und wissen, was für ein toller Hund an diesem Tag auf die Welt kommt und schon bald bei mir einziehen würde, wäre ich heute sicher noch fassungsloser, als ich es damals war.

Die ersten Welpenfotos trafen schon bald per E-Mail ein und lösten eine regelrechte Glücksgefühls-Welle in mir aus.

Von da an konnte die Zeit gar nicht schnell genug vergehen. Die Tage wurden gezählt und die Mitmenschen immer genervter über meine Ungeduld.

Aber das lange Warten hat sich gelohnt und ich durfte die Welpen schließlich als Erste besuchen und mir meinen kleinen Amon aussuchen. Die Wahl (es waren 13 Welpen) viel mir unglaublich schwer. Am Ende entschied Amon sich für mich und die Sache war gegessen. Er half mir in diesem Augenblick sozusagen zum ersten Mal auf die Sprünge. Kurz gesagt: das war der Beginn unserer Freundschaft, die ich für nichts auf der Welt eintauschen würde.

Unser erstes Treffen – der Beginn unserer Freundschaft.

Zum Glück lag nur ein kurzer Weg zwischen uns und ich konnte Amon hin und wieder besuchen. Mein Glück kann ich bis heute kaum fassen.

Tja und irgendwann war es dann so weit, ich durfte den kleinen Hund endlich mit nach Hause nehmen und mein Alltag wurde von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf gestellt. Die Zimmerpflanzen lebten gefährlich und die spitzen Welpenzähnchen probierten, was es nur zu probieren gab. Pfützen landeten im Wohnzimmer und die Nächte wurden ebenfalls dort, neben dem Hundekissen verbracht.


Endlich Zuhause!

Die ersten Trainingsstunden folgten. Die ersten Höhen. Die ersten Tiefen.

Amon verlor seine Milchzähnchen und schoss regelrecht in die Höhe. Mittlerweile kommt der Hund nicht mehr problemlos unter dem Stuhl durch, sondern mit seiner Hundenase ohne Schwierigkeiten auf den Tisch. Beim Kuscheln sitze ich nicht mehr im Schneidersitz auf dem Boden, nein: Amon passt mit Müh und Not gerade noch so auf meine ausgestreckten Beine.

In der Zwischenzeit haben wir Autofahren gelernt und die Jobbegleitung gemeistert. Ich habe sage und schreibe 15 Hundebücher gelesen, einige davon nur aufgeschlagen und nach den ersten Seiten in das hinterste Eck des Bücherregals verbannt.

Habe an meinen Fehlern gelernt, Fehler ausgebügelt, neue Fehler gemacht.

Wir geben unser Bestes und lernen täglich dazu. Hundeerziehung ist ein Fall für sich und das Ziel nicht immer einfach zu verfolgen. Wir wurden kritisiert und bewundert, belächelt und gelobt. Und während dessen sind wir immer mehr zusammengewachsen.

Beste Freunde für immer – inklusive Diskussionen, Ich-könnte-dich-auf-den-Mond-schießen-Gedanken und Kuschelstunden.

Diskussionen und Kuschelstunden – eine Freundschaft, mit allem drum und dran…

Ich habe die Futterzeiten umgestellt und die Futtermengen erhöht. Neues gelernt und altes vergessen.

Gemeinsam haben wir Orte besucht, von denen viele Nichthundehalter vermutlich nur träumen können, haben die unterschiedlichsten Geräusche wahrgenommen und die Welt neu entdeckt. Nicht zu vergessen, all die netten (und blöden) Menschen, die wir kennengelernt haben.

Ja, man kann Amon beim wachsen zuschauen 😉

Amon hebt mittlerweile sein Bein und die Grasbüschel riechen seit kurzem besonders gut und scheinen unglaublich spannend. Bleibt Amon daheim, wirkt mein Auto unglaublich leer und die Vorfreude auf meinen zuhausegebleibenen Begleiter steigt von Stunde zu Stunde.

Plötzlich ist es Frühling und der kleine Hund schon gar nicht mehr so klein…

Jetzt habe ich dreckige Schuhe, Kotbeutel in der Tasche und Pfotenabdrücke an den Hosenbeinen. Und das wichtigste: ich bin glücklich, weil der tollste Hund den es auf der ganzen weiten Welt gibt neben mir liegt. Für nichts und niemanden würde ich unsere Freundschaft aufgeben und sollte ich irgendwann einmal, wie in den alten Tagen, ein Freundebuch ausfüllen müssen, würde Amon bei den „3 Dingen, die Du auf eine einsame Insel mitnehmen würdest“ an aller erster Stelle stehen. Farbig. Dick unterstrichen.

Nichts und niemand kann uns trennen!

Vanessa Julia mit Amon

2 Gedanken zu „Himmel, wie die Zeit vergeht!

  1. Ein super schöner Rückblick!
    Liebe Grüße
    Lizzy mit Emmely und Hazel

    1. Vielen lieben Dank 🙂

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